DIE LESETRIPS

Lesetrips sind das vielleicht geschmackvollste Accessoire, das der belesene Mensch von Welt bei sich tragen kann. Formschön schmiegt es sich in jede Hemd- und Hosentasche, ein aufreizender Hingucker für Jung und Alt, der zudem bequem in der Hand liegt und beim Laufen einen schlanken Fuß macht. Dieser literarische Snack ist eine in Buchform gepresste Fünf-Sterne-Buchstabensuppe aus erlesenen 12.000 bis 15.000 Wörtern, sozusagen der Döner Deluxe in der belletristischen Imbisswelt: Jeder mag ihn, und wer vorgibt, ihn nicht zu mögen, lügt. Lesetrips sind von Natur aus also nicht besonders groß. Man könnte sagen, sie werden dem Begriff ‘Taschenbuch’ gerechter als ein Taschenbuch. Lesetrips wissen aber auch, dass es nicht auf die Größe ankommt, auch nicht auf die Dicke, sondern in erster Linie auf die inneren Werte. Das Geheimnis liegt darin, in seinem Wesen dynamisch und interessant zu bleiben, und die unterschiedlichen Basenpaare, aus denen sich die DNA eines Lesetrips zusammensetzt, verhelfen ihm zu einer verführerischen Vielgestalt.

Und im Klartext?

Im Klartext sind die Lesetrips Kurzgeschichten im Kleinformat, handliche Lektüren für mittendrin und dabei, für vorher, hinterher und zwischendurch. Round about hundert Seiten für die tägliche Dosis Literatur. Geschichten, die das Leben schreibt, schrieb, schreiben wird, schreiben könnte oder verdammt nochmal hätte schreiben sollen.

Interessiert? Zwei sind schon da!

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